Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation

oder Kreidezähne

Der Zahnschmelz ist die äußere Schicht der Zähne. Da er die wichtige Aufgabe hat, das Innere der Zähne zu schützen und die Zähne funktionsfähig zu machen, ist er die härteste Substanz im ganzen Körper.
Wenn allerdings der Zahnschmelz aufweicht, weil er zu wenig mineralisiert ist, werden die Zähne brüchig und somit ganz empfindlich und schmerzhaft. Dann kann jede Berührung wehtun. Also das Essen, besonders von kalten und süßen Speisen, und das Zähneputzen. Dabei ist besonders bei Kreidezähnen das häufige und gründliche Zähneputzen enorm wichtig, denn der weiche Zahnschmelz schützt den Zahn auch nicht mehr gut vor eindringenden Bakterien.

Zähne sind nicht mehr gut geschützt

Da die natürliche Schutzfunktion für die Zähne bei defektem Zahnschmelz nicht mehr gegeben ist, sind Kreidezähne sehr stark kariesanfällig. Zudem können Bakterien im Mund leichter durch den mindermineralisierten Schmelz ins Innere des Zahns gelangen. Sie lösen dort eine Entzündung aus.
Auch verfärben sich scharf abgegrenzte Stellen der Zähne weiß-cremig bis gelb-braun. Sie als Eltern können zudem fehlende Höcker oder abgeplatzten Zahnschmelz an neu durchbrechenden Zähnen Ihres Kindes entdecken.

Diese neue Volkskrankheit kann sowohl bereits bei Milchzähnen, als auch bei bleibenden Zähnen auftreten. Mehr als ein Viertel aller Kinder in Deutschland leiden unter Kreidezähnen, die Zahl der betroffenen Kinder steigt weltweit. Obwohl auf diesem Gebiet viel geforscht wird, sind die Ursachen noch weitgehend unklar. Lediglich sicher ist, dass die Funktion der zahnschmelzbildenden Zellen gestört sein muss. Somit kann der Entstehungszeitraum vom achten Schwangerschaftsmonat bis zum 4. Lebensjahr eingegrenzt werden.

Die genaue Diagnose ist entscheidend für die richtige Behandlung

Das heißt eine Behandlung ist möglich! Je früher wir damit beginnen, desto besser können wir den Prozess aufhalten.

Doch zuerst müssen wir herausfinden, ob Ihr Kind tatsächlich Kreidezähne hat. Denn es gibt noch andere Gründe, warum der Zahnschmelz zu gering mineralisiert ist. Dafür führen wir eine sogfältige Diagnostik durch.

Wenn wir die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation feststellen, lassen sich diese durch spezielle Zahncremes, Füllungen oder Fissurenversiegelungen behandeln. Bei größeren Defekten ist eine Überkronung mit konfektionierten Metallkronen indiziert. In selten Fällen müssen solche Zähne entfernt werden – mit anschließendem kieferorthopädischen Lückenschluss.
Deshalb ist das Hauptziel der Behandlung, die Zähne vor Karies zu schützen. Außerdem sollen bleibende Zähne möglichst lebenslang erhalten bleiben und weniger empfindlich gegenüber Berührung und Temperaturreize werden.

Sollte ihr Kind betroffen sein, dann informieren wir Sie gerne über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

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