Kleine chirurgische Eingriffe

mit großer Wirkung

Extraktion Milchzahn

Manchmal kommt es vor, dass ein Milchzahn aufgrund von Karies oder wegen eines Unfalls nicht mehr erhaltungswürdig ist. In diesem Falle müssen wir den Zahn leider entfernen, um schädliche Folgen für die bleibenden Zähne zu vermeiden. Eine unzureichende Behandlung (Belassen des offenen erkrankten Zahnes etc.) würde zu längerfristigen Schäden führen.
Außerdem kann eine Entfernung des Milchzahnes aufgrund von Durchbruchsstörungen der nachfolgenden Zähne (bleibender Zahn wächst in „2. Reihe“) sinnvoll sein, um ungünstige kieferorthopädische Folgen zu vermeiden.
Eine solche Behandlung ist in der Regel einfach und unkompliziert durchzuführen. Je nach Kooperationsbereitschaft und psychischer Verfassung Ihres Kindes ist es uns möglich, neben der lokalen Anästhesie unsere schonenden Behandlungsmethoden wie die kindgerechte Verhaltensführung, die Lachgassedierung oder die Vollnarkose zu Hilfe zu nehmen.
Bei sehr frühem Zahnverlust kann es sein, dass es notwendig ist, die entstandene Lücke durch einen Platzhalter offen zu halten. Ob ein festsitzender oder ein herausnehmbarer Platzhalter die richtige Lösung ist, besprechen wir im Einzelfall mit Ihnen und Ihrem Kind.

Extraktion bleibender Zahn

In seltenen Fällen kommt es bei Kindern und Jugendlichen auch zur Entfernung von bleibenden Zähnen. Gründe können hier Karies, eine Entzündung des Nervs oder Unfälle sein.
Weiterhin können kieferorthopädische Gründe eine Entfernung von bleibenden Zähnen sinnvoll machen.
Bei manchen Patienten finden wir überzählige Zähne im Frontzahnbereich, die oft Ursache für eine Frontzahnlücke (Diastema) sind. In der Regel entfernen wir diese, besonders wenn sie das Wachstum der anderen bleibenden Zähne behindern.

Im Nachgang ist es wichtig, die entstandene Lücke prothetisch zu versorgen bzw. Ihr Kind kieferorthopädisch betreuen zu lassen.

Zur Entfernung der bleibenden Zähne beraten wir Sie und Ihr Kind ausführlich und finden gemeinsam die richtige Behandlungsmethode.

Behandlung von Zahnentzündungen (Fistel, Abszess)

Wird eine Zahnbehandlung hinausgezögert, klagen viele Kinder über Beschwerden. Oft entsteht am Zahnfleischrand eine sogenannte Fistel, die wie ein kleines Bläschen aussieht und aus der auch Eiter austreten kann. Es kann sogar zur Ausbildung eines Abszesses (Eiteransammlung) kommen und zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes der kleinen Patienten (Unwohlsein, Fieber etc.).

Dann ist es wichtig, Ihr Kind zeitnah bei uns zur Behandlung vorzustellen, um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Lippenbändchenkorrektur

Beim Lippenbändchen handelt es sich um einen Strang aus Binde- und Muskelgewebe, welcher von Mundschleimhaut bedeckt ist. Im Oberkiefer stellt es die Verbindung zwischen dem Zahnfleisch oberhalb der Schneidezähne und den Lippen dar. Auch im Unterkiefer gibt es ein Lippenbändchen, welches aber selten Probleme bereitet.
Etwa sieben Prozent der Kinder in Deutschland haben eine ausgeprägte Zahnlücke zwischen den oberen Schneidezähnen (Diastema mediale superior). Die Ursache dafür kann ein zu starkes oder zu kurzes Lippenbändchen sein, das zu weit zwischen die Zähne reicht. Ungünstige Folgen können Sprachfehler, wie z.B. Lispeln sein. Manchmal behindert ein sehr tief angesetztes Lippenbändchen auch die Mundhygiene bei Kindern, da die Zahnbürste bei Kontakt mit dem Bändchen Schmerzen bereitet.
Durch eine gründliche Untersuchung stellen wir fest, ob das Bindegewebsbändchen für die Frontzahnlücke verantwortlich ist oder es andere Ursachen gibt.
Falls das Lippenbändchen verkürzt ist, raten wird zur einer Lippenbändchen-Korrektur, bei der das Band durchtrennt (Frenotomie) oder ganz entfernt (Frenektomie) wird, damit die Zahnlücke sich von selbst wieder schließen kann. Diese Korrektur wird bei Kindern häufig im Alter zwischen sieben und neun Jahren vorgenommen.

Es handelt sich um einen kleinen chirurgischen Eingriff.
Dieser Eingriff wird in unserer Praxis sowohl konventionell – als auch minimalinvasiv mittels Lasertherapie angeboten.

Zungenbändchenkorrektur

Das Zungenbändchen ist eine mit Schleimhaut überzogene muskuläre Falte, die die untere Zungenfläche mit dem Mundboden verbindet. Bei etwa 5% aller Neugeborenen ist dieses Zungenbändchen verkürzt, wodurch die Zunge in ausgeprägten Fällen in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigt sein kann. Bei extremer Verkürzung erscheinen die Zungen vor allem beim Herausstrecken vorne eingekerbt bzw. zweigeteilt.
Ein stark verkürztes Zungenbändchen kann schon im Säuglingsalter zu Schwierigkeiten beim Saugen, Trinken und Schlucken und zu Stillproblemen führen.
Auch auf die Sprachentwicklung kann sich ein verkürztes Zungenbändchen negativ auswirken.
Weitere mögliche Folgen sind Veränderungen des Zahnbogens und Zahnfehlstellungen vor allem der Schneidezähne.
Zahnspangen können später möglicherweise schlechter angepasst werden. In einigen Fällen kommt es durch die ungünstige Position der Zunge auch zu einer Mundatmung.

In einem kleinen ambulant durchführbaren Eingriff kann die Verwachsung des Zungenbändchens gelöst und somit wieder Bewegungsspielraum für die Zunge geschaffen werden. Dieser Eingriff wird in unserer Praxis als kleiner chirurgischen Eingriff und auch minimalinvasiv mittels Lasertherapie angeboten.

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